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Szenariobasiertes Testen: "Win-Win" für Test und Entwicklung

Im agilen Projektumfeld setzt sich ein Delivery Team häufig aus einer Handvoll Entwickler und einem Tester zusammen. Die Software-Entwicklung ist Feature-getrieben. Die Entwickler empfinden die Absicherung von Features nicht selten als lästig und übertragen sie komplett dem Tester. Der Tester (er oder sie) steht oft vor einem "Testberg" aus erstellten Features, den er schnell innerhalb des Sprints abarbeiten muss. Gelingt das nicht, kommt es zu Testverzug, verspäteten Abnahmen und stockender Weiterentwicklung. Entwicklung und Test driften thematisch und zeitlich auseinander, der Tester wird zum personifizierten Flaschenhals. Der Frust im Team ist vorprogrammiert.
Lose-lose!

Unser Erfahrungsbericht über szenariobasiertes Testen zeigt, wie Entwickler und Tester ein gemeinsames Qualitätsbewusstsein im Delivery Team etablieren, sich gleichermaßen für die Absicherung der erstellten Features verantwortlich fühlen und Testaufgaben sinnvoll auf mehrere Schultern verteilen: Entwickler testen die Grundabsicherung für den Standardfall und die gängigsten Alternativen. Der Tester konzentriert sich auf Ausnahmenbehandlung, Negativtests und Missbrauchsszenarien.

In Hinblick auf das Motto der Konferenz "Richtig testen - das Richtige testen" unterstützt der szenariobasierte Ansatz den Tester darin, sinnvoll und hinreichend zu testen. Darüber hinaus trägt das Denken und Sprechen in Szenarien mit zur Entstehung einer gemeinsamen Vorstellung über den Funktionsumfang (Scope) der Software bei, den es vom Delivery Team zu implementieren und abzusichern gilt. Ferner erleichtert die Zuordnung von Szenarien zu Szenariotypen deren Priorisierung im Testzyklus (Smoke Tests, Basic Tests etc.). Nachdem die zu realisierenden Szenarien im Delivery Team besprochen wurden und man diese gemeinsam den Szenariotypen zugeordnet hat, ist damit auch die Arbeitsteilung von Anfang an transparent geregelt, sprich wer testet welche Szenarien. Der szenariobasierte Ansatz fördert zudem die Kreativität von Entwicklern und Testern gleichermaßen, lehrt umsichtig(er)es Programmieren und wirkt präventiv.
Win-win!

Julia Reichelt, imbus AG

Julia Reichelt arbeitet seit 2012 als Testerin und Testmanagerin. Als gelernte Mechatronikerin und Quereinsteigerin in die IT macht es ihr Spaß, sich komplexe Zusammenhänge zu erschließen und auf kundenspezifische Situationen anzuwenden. Sie bringt Branchenerfahrung in den Domänen IT/Bahninfrastruktur, IT/Touristik, IT/Behörden und IT/Versicherungen mit.

Maike Uhlig, MaibornWolff

Maike Uhlig ist eine erfahrene Systemanalystin und Testerin, mit mehr als 10 Jahren Berufserfahrung in den Domänen IT/Bahninfrastruktur und IT/Personenverkehr, IT/Telekommunikation und IT/Banken.

André Männel, imbus AG

André Männel arbeitet seit 2012 als Berater für operative Tests und Testmanagement. Aktuell koordiniert er die Qualitätssicherung der Bremssoftware von Hochgeschwindigkeitszügen im Embedded Bereich. Wenn er nicht gerade in zeitkritischen Projekten aufgeht, dann reviewed er mit seinen zwei Kindern Bagger.