Thema: Werkzeuge für Software-QS und -Test

11:40 - 13:10 und 14:30 - 16:00

Open Space - Agile Testing


Agile Vorgehensweisen und Open Space – da kommt zusammen, was zusammen gehört: Open Space ist der geeignete Rahmen, damit alle an agilen Vorgehensweisen und Tools  interessierten Testexperten Ihre Erfahrungen selbstbestimmt austauschen können.

Denn ganz ähnlich wie die Mitglieder eines agilen SCRUM-Teams gemeinsam den Plan für den nächsten Sprint erarbeiten, funktioniert auch der Open Space-Ansatz: Zu Beginn stehen alle Teilnehmer im Kreis und der Moderator verweist auf das große weiße Papier an der Wand. Die Agenda entsteht, indem die Teilnehmer alle Themen, zu denen sie einen Erfahrungsaustausch wünschen, dort platzieren. Zur anschließenden Bearbeitung der Themen teilen sich die Teilnehmer in Arbeitsgruppen auf. Nobody is perfect – but a Team can be!

Harrison Owen, der „Erfinder“ von Open Space, hat für einen erfolgreichen Erfahrungsaustausch 4 Regeln und ein Gesetz  formuliert:

  • Wer auch immer kommt – es sind die richtigen Personen: Es ist unerheblich, wie viele Personen in einer Arbeitsgruppe sind und ob die Manager mit dabei sind. Wichtig ist hingegen, dass das Thema – in diesem Fall agiles Testen – den Teilnehmern „unter den Nägeln brennt“: Das ist gegeben, denn die Teilnehmer haben sich bewusst für die Arbeitsgruppe entschieden. Die Teilnehmer werden gebeten, sich schon vor dem Open Space einen Aspekt oder eine Fragestellung zu überlegen, die sie in der Arbeitsgruppe gerne behandeln würden. Über die Themenvorschläge wird abgestimmt und die drei mit den meisten Befürwortern gewählt. Moderator der jeweiligen Arbeitsgruppe wird derjenige, der das Thema vorgeschlagen hat.
  • Was auch immer passiert – es ist das einzig Richtige: Soll die Teilnehmer auf das „Hier und Jetzt“ fokussieren. „Hätte-sein-können“ und „Müsste-doch-eigentlich“ sind irrelevant.
  • Wann auch immer es losgeht – es ist der richtige Zeitpunkt: Weist die Teilnehmer darauf hin, dass Inspiration und Kreativität nicht planbar sind. Sie finden statt, wenn sie stattfinden!
  • Wenn es vorbei ist, dann ist es vorbei: Verschwende nicht Deine Zeit! Tue, was Du zu tun hast, und wenn es fertig ist, dann gehe das Nächste an.

Und hier noch das „Gesetz der zwei Füße“: Es besagt, dass jeder Teilnehmer 2 Füße hat und darauf vorbereitet sein muss, sie auch zu gebrauchen. Die Verantwortung, dass ein Open-Space-Teilnehmer etwas für sich mitnimmt, liegt bei ihm selbst. Jeder Teilnehmer kann und sollte sowohl etwas beitragen als etwas auch für ihn Wertvolles mitnehmen. Ist das in einer Arbeitsgruppe nicht (mehr) der Fall, so ist es an dem Teilnehmer, seine beiden Füße zu gebrauchen und sich zu einer anderen Open Space-Arbeitsgruppe zu begeben, wo das wieder gegeben ist.

Und wie geht es dann weiter? Die Erkenntnisse werden von den Moderatoren der Arbeitsgruppen schriftlich zusammengefasst und nach dem Software-QS-Tag in der gleichnamigen Gruppe auf xing.com zur Verfügung gestellt.

Oftmals sind die Teilnehmer nach einem Open Space-Event derart motiviert, an dem Thema weiterzuarbeiten, dass sich entsprechende Arbeitskreise bilden und wiederkehrend treffen. Die Xing-Gruppe „Software-QS-Tag“, die exklusiv für die Teilnehmer und Referenten der Konferenz angelegt ist, bietet sich als Plattform ideal dafür an.